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Trolle, Schnee und Wasserfälle

13.07.2014

Heute Morgen hatte Line kein Fieber. Sie war zwar immer noch sehr müde, aber viel besser drauf als gestern. Also beschlossen wir, dass es heute wie geplant weiter in Richtung Hardangerfjord gehen sollte. Wir wollten bis nach Kinsarvik, das waren von hier aus 240km.

Wir tankten gegen 11.00 Uhr in Seljord und fuhren los. Insgesamt dauerte die Fahrt 5 Stunden und war voll wunderbarer Eindrückte von der norwegischen Landschaft. Fanden wir Seljord und die Telemark schon toll, so wurde mit jedem gefahrenen Kilometer die Landschaft noch schöner und die Berge immer höher. Mittlerweile lag auf den Gipfel der Berge am Horizont sogar noch Schnee.



Die Gegend, durch die wir fuhren, war besonders auf Wintersportler ausgerichtet. Wir sahen viele Skilifts und Hinweise auf Skigebiete. Im Sommer war es hier bestimmt schön ruhig und in Winter tobt hier der Bär.

Nach dem Ort Haukeli ging es unablässig bergauf ins Gebirge, die Hardangervidda. Auf dem Fjell, wie das Gebirge in Norwegen genannt wird, lag überall noch Schnee und hunderte von mal mehr mal weniger großen Wasserfällen rauchte die Berge herab. Wir sahen Seen und Ziegen und viele viele Steine. Kein Wunder, dass Norwegen auch das Land der Trolle genannt wird, wenn man diese Landschaft sieht, kann man schon mal hinter dem einen oder anderen Stein einen Troll vermuten. Für die Kinder war diese Landschaft inklusiver der Trolle magisch. Überall meinten sie Trolle zu sehen. An einem Rastplatz mussten wir deshalb auch noch ein paar Steintürme bauen, um die Bergtrolle versöhnlich zu stimmen und eine unfallfreie Fahrt bis an die Fjorde zu gewährleisten ;-)


Um 12.00 Uhr waren wir kurz vor Röldal wo es wieder ins Tal ging und zwar mit großem Gefälle auf langer Strecke und engen Serpentinen. Eine echte Herausforderung für den Fahrer unseres großen Gefährtes. So fuhren wir wieder in bewaldete Gebiete mit hoch aufragenden Bergen und kamen gegen 14.00 Uhram wunderbaren aber sehr touristischen Latefossen an.

Wir bekamen einen heiß begehrten Parkplatz an der engen Strasse und liessen uns die Gischt dieses gigantischen Falles um die Ohren wehen. Leider haben wir kein Spaziergang entlang des Falls gemacht, da viel Verkehr war und Line auch noch nicht wieder richtig fit war. Sie war aber gut drauf und fühlte sich auch nicht heiß an.

Ab dem Latefossen wurde die Strasse sehr eng. Auf 80km entlang des Hardangerfjordes passte häufig genug nur ein Auto auf die Strasse. Wir hatten immer Glück, dass wir rechtzeitig in einer Haltebucht ausweichen konnten. Mehr als einmal kam uns auf dieser Strasse ein großer LKW entgegen. Die Fahrt war dementsprechend für Andi sehr anstrengend und belastet. Die Landschaft war im Gegensatz aber wunderschön. Leider kann sie der Fahrer nicht so genießen. Überall standen Apfelbäume und Kirschbäume und an den Strassen reihte sich Kirschstand an Kirschstand, die rein auf Vertrauen basierten, man konnte sich eine Schale Kirschen nehmen und hinterlegte das Geld in einer Geldkassette. Aber wir hatten ja noch immer kein Bargeld, so kam es für uns nicht in Frage.

Um 15.15 waren wir auf dem Kinsarvik Camping und bekamen einen sehr schönen Platz mit Blick auf den Fjord aus zweiter Reihe. Hinter dem Platz war ein rauschender Wildfluss, der zu den 4 Wasserfällen im Husedalen führte. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag diese Wanderung machen, aber erstens haben wir wegen Line einen Tag verloren und zum zweiten ist sie viel zu schwach für eine solche Wanderung. Also ließen wir die Wanderung ausfallen und wollten am nächsten Tag schon weiter nach Flam an den Sognefjord fahren.


Am späten Nachmittag gingen vom Platz aus in die Stadt und holten unser erstes Bargeld, damit wir morgen noch Einkaufen konnte. Auf dem Rückweg gab es an der Reption noch Wasser, Kirschen, Chips und Duschmarken für die sehr toll ausgestatteten Duschen. Line hatte inzwischen wieder 39 Fieber, aber war gut drauf. Wir kochten Nudeln am Abend. Mittlerweile war der Platz, der auch viele Hütten vermietete, recht voll und es gab auch viele Deutsche hier. Da wir kostenloses WLAN hatten, konnten wir am Abend noch mit unserer Familie skypten und verfolgten das Finale der Weltmeisterschaft Deutschland gegen Argentinien per Live-Stream. Dazu gab es die Chips. Line und Felix schliefen während des langen Spiels ein, aber die beiden Großen hielten durch und in der zweiten Halbzeit gab es endlich das erlösende Tor von Mario Götze. Yeah, wir sind Weltmeister. Das musste erstmal sacken. Beschwingt gingen wir schlafen und freuten uns sehr auf den Sognefjord, zu dem es morgen gehen sollte.


Morgen geht es weiter nach FLAM.

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