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3 Länder in 3 Tagen, wir erreichen Norwegen

10.07.2014

Heute standen wir um 07.30 Uhr auf. Ich ging mit den Kids und Lotte vor dem Campingplatz auf den Felsen klettern und ließ Andi noch bis kurz nach 08.00 Uhr schlafen. Dann brauchten wir aber draußen am Sitzplatz einen Sonnenschirm und Andi musste aufstehen. Nach dem Frühstück durften die 3 Großen noch ein wenig auf den Felsen nebenan spielen, denn der Spielplatz lag ausser Sichtweite und war auch irgendwie sehr schmodderig und nicht vertrauenserregend. Nicht das den Kids noch was passierte. Wir packten alles zusammen, was uns jeden Tag leichter von der Hand ging.

Gegen 09.30 Uhr verließen wir den Campingplatz und fuhren direkt eine Tankstelle an. Nun haben einige schwedische Tankstellen die Eigenart den Tank nur bis 400 schwedische Kronen zu füllen. Bei einem Umrechnungskurs von 9 SEK zu 1 EUR, sind das gerade mal 40 EUR und ein paar zerquetschte. Unser Tank fasste aber mehr Diesel als für 40 EUR. Also hieß es 3 x Kreditkarte in den Automaten und 3 mal neu tanken, bis der Tank voll war. Wir scherzten schon, dass so ein Tankstopp ein Tagesausflug für die ganze Familie sei, weil es so lang gedauert hat.

Dann ging es weiter. Wir wollten heute nach Gefühl fahren, weil die letzten beiden Fahrtage doch sehr stressig für alle waren und wir ein wenig Ruhe rein bringen wollten. Die Grenze war aber nur 150 km entfernt und so fuhren wir letztendlich doch bis zum geplanten Ziel am Seljordvatnet in Norwegen.

Gegen 12.00 Uhr fanden wir unweit der norwegischen Grenze noch in Schweden einen tollen Rastplatz inmitten von Wäldern und Bergen. Hier konnte man sich gut vorstellen, das Ronja Räubertochter um die Ecke kommt oder wir irgendwo in Kanada waren. Die Sonne brannte und es rocht nach Kiefernwäldern. Wir aßen und dann bauten die Kids noch eine Mauer aus losen Steinen, die es hier überall gab. Auch ein Spielplatz, Toiletten und Infos zur Gegend gab es zu sehen, dazu noch Walknochen von einem 14.000 Jahren alten Grönlandwal, den man hier gefunden hatte. Insgesamt waren wir über 1 Stunde hier und genossen diesen Zwischenstopp sehr.

Gegen 14.00 Uhr waren wir an der Grenze. Ich ging wegen unserem Hund auch brav mit dem Hundepass zum Zoll. Man schaute aber nur kurz in den Paß rein, ob alle Auflagen wie Tollwutimpfung, Chip und Entwurmung vor der Reise erfüllt waren. Einen Stempel oder Beleg , dass wir Lotte beim Zoll, wie gefordert, angemeldet hatten, gab es nicht. Uns erschloss sich nicht, wieso man das dann tun sollte, wenn sonst alle Auflagen erfüllt und im Pass dokumentiert sind. Wie soll ich der Polizei unterwegs erklären, dass Lotte rechtmässig vom Zoll gesichtet wurde. Das kann ja jeder erzählen.

Um 14.45 Uhr waren wir dann in Moss, unserem ersten norwegischen Ziel. Von hier aus wollten wir die Fähre nach Horten nehmen und uns die Kilometer um und in Oslo sparen. Wir kamen auch fast direkt auf die Fähre die uns in 30 Minuten hinüber nach Horten auf die andere Seite des Oslofjordes bringen sollte. Die Fähre war schön klein, man konnte die tolle Landschaft der Schären sehen und das Panorama bei Sonne und 30 Grad genießen. Im Hintergrund sah man die Berge, die uns erwarten würden auf unserer Tour, aufragen.

In Horten angekommen leitete uns unser Navi nach Bö, anders als ich es gemacht hätte, aber es war anscheinend die schnellste Strecke. Wir konnten fast durchgehend auf einer autobahnähnlich ausgebauten Strasse 70 km/h fahren. Allerdings kostete diese Strasse auch Maut. Da wir vorher den AutoPass beantragt hatten, war das aber für uns kein Thema. Die Abrechung wurde automatisch gemacht.

Zwischendurch fanden wir durch unser liebes Navi noch einen Remi (Supermarkt), wo wir unsere Vorräte auffrischten, und dann ging es ganz gewagt durch die Botanik auf engen Strassen, dank Navi, bis wir wieder auf unserer Hauptstrasse entlang eines Sees bis nach Bö kamen. Die Gegend wurde aber immer schöner, die Berge immer höher, leider aber auch die Strassen immer kurviger.

Gegen 18.30 Uhr kamen wir auf den Telnessanden Campingplatz direkt am Seljordvatnet an. Wir wählten einen Platz am See hinter einem Kieferbaumstreifen. Ein tolles Panorama erwartete uns hier. Der Platz selbst liegt auf einer Landzunge, die in den See ragt und hat zwei Strände, wo Hunde nicht erlaubt sind. Der Platz hat einen schönen Spielplatz und ein Fußballfeld, an dessen Rand wir parken durften, inklusive Seeblick und Mücken. Über die Landzunge bis zur Spitze führten Waldwege, ideal für Lotte zum Spazieren gehen. Hier konnten die Kids laut sein und toben, weil hier auch viel los und viele kinder da waren und im See badeten. Hab ich schon erwähnt, dass wir Sonne und 30 Grad hatten?

Wir aßen Abends noch warm. Morgen sollte es nicht weiter gehen, wir wollten einen Tag hier bleiben, evt. Baden gehen und ansonsten ausspannen nach der ganzen Fahrerei der letzten Tage. Die Kids gingen gegen 22.00 Uhr ins Bett, wir saßen noch bis 00.00 Uhr bei Helligkeit draußen: die Sonne ging wunderschön über den See unter. Nur viele Mücken gab es hier. Aber durch Andis Zigarre hatten wir davor weitgehend Ruhe. Verschont von Stichen blieben wir jedoch nicht. Und leider hat der Platz durch die Seenähe keinen Entsorgungsmöglichkeit für das Brauchwasser.


Wir sind gespannt, wie es in Norwegen weiter geht. Der Auftakt war schon mal beeindruckend.

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