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10.06.2006 - Die Brücken am Meer

Falsterbo/Schweden

Gegen 07.00 Uhr hat uns unser Sonnenschein Alexander geweckt. Doch bis wir wirkich endlich losfuhren, war es kurz nach 11.00 Uhr. Das Wetter war super. Der Zeltabbau verlief ohne Probleme, kostete aber rund eine Stunde. Im Verlauf des Urlaubs sollten wir darin aber noch schneller werden.

Wir verliessen gegen 11.00 Uhr den Campingplatz und machten uns auf den Weg nach Schweden. Wir tankten, ich besorgte mir noch in der Apotheke was für meine Halsschmerzen und wir fuhren los. Gegen 12.00 Uhr waren wir auf der Autobahn. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir die erste dänische Insel und cirka eine Stunde später erreichten wir die erste große Brücke über die Ostsee auf die zweite däniche Insel Richtung Kopenhagen. Auch für diese Brücke ist Maut fällig, was uns vorher nicht so klar gewesen war. 30 EUR kostete der Spass.

Die Überfahrt an diesem sonnigen Tag war ein echtes Erlebnis. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir die zweite Brücke. Hier werden am Ende der Brücke auf schwedischer Seite wieder 30 EUR fällig. Die Überfahrt war wieder sehr spektakulär besonders wenn die Dunstwolken, die über dem Meer hingen, aufbrachen.

Nach Erreichen des schwedischen Festlandes trennten uns noch cirka 30 km von unserem nächsten Etappenziel Falsterbo. Die Überfahrt bis hier hin war eigentlich recht entspannt gewesen, sieht man einmal von der Hitze im Auto ab. Unser nächstes Auto hat auf jeden Fall eine Klimaanlage. Stau hatten wir die ganze Zeit keinen gehabt und das Autofahren selbst gestaltet sich in Schweden wie in Dänemark sehr entspannend, da nicht schneller als 130 km/h auf dänischen Autobahnen und 110 auf schwedischen Autobahnen gefahren werden darf. Nicht zu vergessen, Licht immer einschalten. Wir erreichten unser Ziel auf der E6 nach einer halben Stunde.

Die Anfahrt zum Campingplatz Ljungens Camping in Falsterbo verlief ohne Probleme. Der Campingplatz war gut ausgeschildert, so dass man sich eigentlich nicht verfahren kann. Der Platz selbst ist gemütlich mit Dauercampern, Miethütten und zwei großen Wiesen unter hohen Bäumen für Touristikcamper. Der Kaufmannsladen wird erst ab Mitte Juni geöffnet. Wir erhielten einen schönen Platz mit Strom gegenüber der einzigen Sanitäranlage, die sehr sauber, sehr schön, aber auch knapp bemessen ware Wasser gab es nicht, das mussten wir uns bei den Sanitäranlagen holen. Ein Babywickelraum gibt es auch, da wir diesen aber nicht genutzt haben, kann ich leider nichts über die dortige Ausstattung schreiben. Er ist jedenfalls ständig abgeschlossen. Man muss sich den Schlüssel an der Rezeption ausleihen. Für Kinder gibt es einen schönen Spielplatz mit großem Trampolin und eine Minigolfanlage. Neben dem kleinen Supermarkt gibt es eine Pizzeria, die auch in der Nebensaison Anfang Juni geöffnet hat (jedenfalls bei unserer Ankunft). Die Plätze für die Touristikcamper sind nicht unterteilt, nur eine Nummer weisst darauf hin, wo der gebuchte Standplatz ist. Der Platz reicht dann bis zur nächsten Nummer und ist mehr als ausreichend. Grillen auf dem Standplatz ist ebenfalls erlaubt, was wir am am Abend direkt genutzt haben. Da heute das erste WM-Spiel der Schweden auf dem Spielplan stand, war es Abends sehr ruhig und leer auf dem Platz. Gejubel hörte man nicht, nur ein kollektiv gerauntes Uhhh, als es wohl kritisch wurde. Am Ende haben die Schweden 0:0 gespielt, ein Ergebnis mit dem wohl alle Schweden leben konnten. Wir haben übrigens am Vortag 4:2 gespielt, viel ein Tor, war das auf dem Platz nicht zu überhören gewesen.

Am Nachmittag suchten wir noch das Meer auf. Der Weg dorthin führt durch eine sandige Heidelandschaft, die auch militärisch von Zeit zu Zeit genutzt wird. Ein Schild weist darauf hin, dass man keine Munition aufheben soll. Der Fussweg beträgt cirka 5 Minuten und ist schlecht bis gar nicht mit Kinderwagen zu befahren. Der Strand selbst ist schmal aber sehr lang. Einen kleinen Dünengürtel gibt es ebenfalls. Hier findet jeder ein geschütztes ruhiges Fleckchen. Der Blick geht weit übers Meer. Bei unserer Ankunft war es jedoch sehr diesig und kühl. Die ebenfalls recht kühle Nacht überstanden wir aber dank unserers Heizstrahlers in einem mollig warmen Auto. Gut, dass auch hier der Strom pauschal abgerechnet wird.

Fazit zum Campingplatz:
Es ist ein schöner, ruhiger Campingplatz, ideal als Transitplatz bei Weiterfahrt. Sehr saubere Sanitäranlagen, ein Spielplatz, Minigolf, ein Babywickelraum, einen gut sortierten Supermarkt, eine Imbissbude sowie Miethütten komplettieren das Serviceangebot. Der Platz hat Wiese mit hohen Bäumen. Dauercamper sind durch kleine Hecken abgetrennt. Die Touristikstellplätze sind mit Nummern gekennzeichnet. Wasser gibt es am Sanitärgebäude, hier finden Sie auch die Ausgüsse für Chemotoiletten und Mülleimer.
Die Duschen kosten 5 SEK extra, die man draussen vor den Duschen einwerfen muss. Die Duschdauer ist ausreichend und es gibt schönes warmes Wasser. Der Platz ist mit Kinderwagen befahrbar.

Preis pro Nacht: 20,00 EUR

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